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Pedelecs und Politik

Da gibt es das Schlagwort „mit dem Rad zur Arbeit“, das seit langem in den Hirnen der gesundheitsbewussten Politiker spukt. Klar, in mancher unserer Städte, die sich als Fahrradstädte gerieren – Münster z.B., ist das eigentlich Alltag. In einem hügeligen Umfeld und bei hoher Motorisierungsdichte, wie im Saarland, sieht das schon anders aus. Da scheuen sich Mann und Frau, täglich auf das Fahrrad zu steigen, es kostet Überwindung, Schweiß und auch inneres Bekenntnis zum Gefährt selber. Und bei Regen oder Schnee redet man lieber gar nicht über diese Möglichkeit.

So ist also hier der Anteil derjenigen, die täglich mit dem Rad zur Arbeit fahren, gering. Und nun kommt bei dieser Diskussion plötzlich das Pedelec, von weniger guten Kennern als E-Bike bezeichnet, ins Spiel. Diese Variation „mit eingebautem Rückenwind“, die sich ja bei gesunden und sogar herzkranken Rentnern schon bestens bewährt hat, soll nun den fehlenden Anreiz auch für das arbeitende Volk bringen, den Durchbruch also dieser Form der Elektromobilität. Noch ist es eher eine Art Gewisper im Blätterwald, und es findet noch nebensätzlich und nicht als Schlagzeile statt. Aber das könnte sich ändern, sogar hier im Saarland, wo die Politiker inzwischen schon öffentlich auf diese Möglichkeit hinweisen, zusammen mit der Forderung nach kostenlosen Ladestationen wie beim Elektroauto. Doch das Pedelec mit seiner doch für diesen Zweck ausreichenden Reichweite, hat das Problem ja eigentlich nicht.

Man darf gespannt sein, ob man nicht bald ein solches Projekt startet…