Neues aus der Pedelecszene

Nach einer Meldung in den Medien vor ein paar Tagen hat die Zahl der tödlichen Unfälle mit dem „E-Bike“, und damit wohl dem Pedelec, deutlich zugenommen. Das ist nun nichts eigentlich Neues und zeigt nur, dass die Anzahl der Pedelecfahrer, auch der im Alter ungeübten Fahrer, zugenommen hat. Das wiederum führt dann zu mehr Unfällen, wobei dann leider auch die tödlichen Unfälle zunehmen. Das ist, um es wir klar zu sagen, kein Argument etwa gegen das Pedelecfahren. Haben wir hier schon so oft gesagt.

Jetzt kommt aber eine Meldung im Ärzteblatt (11.2.2019) heraus, die für Australien nachweist, dass die dort vorgeschriebene Helmpflicht einen Rückgang der tödlichen Fahrradunfälle um fast 50% zur Folge hatte:

Unmittelbar nach Einführung der Helmpflicht kam es zu einer Verringerung der tödlichen Fahrradunfälle um 49,4 pro Jahr, die mit einem 95-%-Konfidenzintervall von 44,5 bis 54,2 signifikant war. Dies bedeutet, dass bis 2016 schätzungsweise 1.332 (1.201-1.463) weniger Radfahrer im Straßenverkehr ums Leben kamen.

(Ärzteblatt 11.2.2019)

Das hätte natürlich auch Auswirkungen auf die Unfälle bei den Pedelecfahrern, und es ist eine Schande, dass hierzulande mit dem absurden Argument, ein Helm würde die Menschen vom Radfahren abhalten, immer noch eine Helmpflicht verhindert wird. Die tödlichen Unfälle, die da nun referiert werden, sind offenbar kein Antrieb, solches zu tun. Dieser Zynismus ist grenzenlos und bestärkt den Beobachter darin, unsere Exekutive (das Parlament!) als sehr oberflächlich einzuordnen.
Es ist allerdings erkennbar, dass in der letzten Zeit im alltäglichen Radverkehr die Teilnehmer mit Helm deutlich zugenommen haben.