Zunehmendes Interesse am Pedelec.

Heute ist die Elektromobilität in aller Munde. Sie wird in den Medien besonders im Hinblick auf Schadstoffaustoß, Dieselaffäre  und drohende Fahrverbote in Ballungsräumen sehr intensiv diskutiert. Das Interesse besteht besonders in der Einführung von E-Autos, die sich in andern Ländern (hier besonders China) schon sehr aktiv vollzieht – Zunahme von 200% und mehr, aber hier in Deutschland sehr träge verläuft. Die einmal von Frau Merkel angedachte Präsenz von 1 Million E-Autos auf den deutschen Strassen ist weiter entfernt denn je, was am Rückstand von Batterietechnik, Ladeinfrastruktur und vor allem an der rückständigen Produktivität der Hersteller liegt. Aber die E-Autos werden kommen, soviel ist klar. Manche Unternehmen stellen sogar jetzt schon auf E-Laster um, wie etwa die Deutsche Post.

Demgegenüber ist die Präsenz und Akzeptanz des Elektrofahrrades schon heute sehr prägnant und nimmt weiter zu, dies auch wegen des in der Öffentlichkeit immer wieder diskutierten bevorstehenden Wegfalls des konventionellen Kfz. Da ist der Radfahrer auch politisch im Vorteil und man liest immer wieder, dass die Kommunen sich endlich aufmachen sollen, das Radwegenetz – Stichwort „Radautobahn“ – zu verbessern. Hier kommt nun das Pedelec ins Spiel, von manchen als Rentnersause verlacht, als unfallträchtig verschrien und doch präsent wie nie. Es ist nicht mehr ein Rentnervehikel, selbst wenn es das auch ist und bleiben wird – zum gesundheitlichen Nutzen und als Spassfaktor bei den Älteren, die sonst sicher nie auf ein Fahrrad steigen würden. Doch in Berufsalltag ist es ebenfalls ein Faktor: es ist umwelt- und bedienfreundlich, schnell und effektiv, gerade für Pendler. Die Schnelligkeit von maximal 25 km/h reicht für die Strecken zwischen 5 und 10 km zum Arbeitsplatz allemal aus. Die schnelleren E-Mountainbikes allerdings sind mit Vorsicht zu genießen. Sie sind zwar Verkaufsschlager auch für jüngere Fahrer, doch sind sie meist als S-Pedelecs zu schnell für den Alltag – hier legt eine der Hauptursachen für die viel diskutierte Unfallhäufigkeit der E-Bikes.

Fazit also: das E-Auto ist noch nicht alltagsreif. Solange und auch danach wird das E-Bike als Pedelec einen zunehmend wichtigen Platz in der Mobilitätsauswahl des berufstätigen Fahrers (Pendlers), allerdings auch des Rentners spielen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.